275 Jahre Gewandhausorchester

| Keine Kommentare

Andris Nelsons und das Gewandhausorchester Leipzig | Foto: Marco Borggreve

Bereits mittendrin ist das Gewandhausorchester mit den Feierlichkeiten rund um ihren Orchestergeburtstag und den Amtsantritt von Andris Nelsons als neuem Gewandhauskapellmeister. Noch bis zum 27. März finden die Festwochen statt mit Sonderkonzerten der Reihen Kammermusik, Chor und Orgel und Gastspielen anderer berühmter Orchester, etwa der Wiener Philharmoniker am 23. März. Klar, dass der neue Chef in zahlreichen Konzerten mit verschiedenen Programmen zu hören sein wird. Ich stoße dann nächsten Freitag zu einem Konzert hinzu. *freu

275 Jahre Gewandhausorchester

Am 11. März 1743 wurde das Gewandhausorchester gegründet und so wird es am Sonntag, 11. März, auch ein Geburtstagskonzert, dirigiert von Andris Nelsons, geben. Im gesamten „Feierzeitraum“ zeigen die Musikerinnen und Musiker des Orchesters zahlreiche Facetten ihrer Tätigkeitsfelder: vom Großen Concert über Oper und Thomaskirche bis zur Musikvermittlung.

Gewandhauskapellmeister

In Leipzig gibt’s den schönen Titel Gewandhauskapellmeister für den Chefdirigenten. Der 21. Gewandhauskappellmeister ist kein geringer als Andris Nelsons, der am 22. Februar sein Amt antritt und in seiner ersten Saison sehr oft in Leipzig zu erleben sein wird.

Andris Nelsons: Leipzigs 21. Gewandhauskapellmeister | Foto: Jens Gerber

Aber mit den Festwochen ist es noch nicht getan. Die Jubiläumsfestlichkeiten gehen weiter und zu ihnen zählen noch Urauführungskonzerte, Gewandhauskomponist sowie Begegnungen im Gewandhaus (BiG).

Uraufführungskonzerte

Neue Werke in Auftrag zu geben hat eine alte Tradition beim Gewandhausorchester. Nirgendwo sonst in der Welt haben die Bürger einer Stadt so früh und so selbstbewusst ein öffentlich zugängliches Musikleben geschaffen. Seit jeher ist es dem Gewandhausorchester wichtig, seine Geschichte mit der Gegenwart in Beziehung zu setzen.

Unter der Leitung von Herbert Blomstedt erklingen historische Uraufführungswerke von Schumann, Mendelssohn Bartholdy, Bruckner, Beethoven, Brahms sowie Schubert. Andris Nelsons nimmt sich zeitgenössischen Uraufführungen, etwa von Schleiermacher, Rihm, Widmann und Larcher an.

Gewandhauskomponist

Erstmals gibt es mit Jörg Widmann auch einen Gewandhauskomponisten. Er wird zwei neue Kompositionen für das Orchester schreiben sowie sowohl als Kammermusiker als auch als Solist – er ist ja Klarinettist – zu erleben sein.

Seine Werke werden über die ganze Saison in allen Reihen präsent sein. Andris Nelsons wird den ersten Gewandhauskomponisten während eines Portraitkonzerts am 28. Februar 2018 persönlich vorstellen und dirigiert die Uraufführung seines neuen Orchesterwerks am 8. und 9. März 2018.

Gewandhaus zu Leipzig | Foto: René Jungnickel

Begegnungen im Gewandhaus

An sechs Abenden wird unter dem Motto „Ohne … kein Gewandhaus“ die Geschichte des Gewandhausorchesters unterhaltsam und musikalisch beleuchtet, denn ohne das Engagement einiger Persönlichkeiten des Leipziger Bürgertums und seiner Institutionen gäbe es das Gewandhaus und die Gewandhauskonzerte nicht.

Herbert Blomstedt und das Gewandhausorchester | Foto: Jens Gerber

Herbert Blomstedt

Ich füge noch einen fünften Teil zu den Jubiläumsfeierlichkeiten hinzu: Die Konzerte anlässlich des 90. Geburtstags von Herbert Blomstedt, weil ich ihn als Dirigenten sehr mag (und ich ihn auch schon mit dem hr-Sinfonieorchester erlebt habe). Der 19. Gewandhauskapellmeister Herbert Blomstedt feiert am 11. Juli 2017 seinen 90. Geburtstag. Die vier Großen Concerte, die er im Rahmen des 275. Geburtstages des Gewandhausorchesters leitet, sind seinem Ehrentag gewidmet. Auf dem Programm stehen Uraufführungen, mit denen das Gewandhausorchester den sinfonischen Werkekanon der Welt bis heute maßgeblich beeinflusst hat: Darunter Schuberts „Große C-Dur-Sinfonie“, Brahms „Ein Deutsches Requiem“ und sein Violinkonzert, Mendelssohns Sinfonie-Kantate„Lobgesang“ und Bruckners 7. Sinfonie.

Mehr zu den Jubiläumsfeierlichkeiten findet ihr auf der Website des Gewandhausorchesters. Falls ihr mal in Leipzig sein solltet, die Konzerte dieses Orchesters lohnen sich auf jeden Fall. Von mir schon mehrmals getestet.

Sie gehen übrigens auch ab 22. April auf Tournee (leider ohne Halt in Frankfurt).

Autor: Orchestrasfan

Ulrike Schmid, im Hauptberuf PR-Spezialistin schreibt hier unentgeltlich als Fan des hr-Sinfonieorchesters und anderer Orchester über klassische Musik und Konzerte aus Sicht einer Laiin. Von 2014 bis 2017 hat sie als PR-Referentin für den Hessischen Rundfunk gearbeitet. Die hier formulierten Äußerungen sind rein privater Natur und nicht mit dem Orchester(-management) abgestimmt.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.