40 Jahre Hindemith Institut Frankfurt

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Im Kuhhhirtenturm ibefindet sich seit 2011 das Hindemith-Institut. | Foto Ulrike Schmid

Im Kuhhhirtenturm ibefindet sich seit 2011 das Hindemith Institut. | Foto Ulrike Schmid

Das Hindemith Institut Frankfurt feiert vom 14. bis 16. November 2014 sein 40-jähriges Bestehen mit einer Sonderausstellung, Konzerten und Seminaren. Die Feierlichkeiten sind eingebunden in die Hindemith Tage, die jährlich rund um den Geburtstag des Komponisten am 16. November von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) gemeinsam mit dem Hindemith Institut Frankfurt veranstaltet werden.

Zwei hessische Städte haben zu Hindemith eine ganz besondere Beziehung: Hanau und Frankfurt. In Hanau erblickte er 1895 das Licht der Welt. In Frankfurt war er war Konzertmeister beim Frankfurter Opernorchester (heute Frankfurter Opern- und Museumsorchester) und lebte von 1923 bis 1927 im Kuhhirtenturm, in dem auch das Hindemith Institut ansässig ist.

Der große Schatz des Hindemith Instituts besteht in seinem umfangreichen Archivmaterial. Die Fülle der Materialien bietet einen differenzierten Einblick in Leben und Wirken des Komponisten.

Ausstellung und Konzerte

In der Ausstellung „40 Jahre Hindemith Institut Frankfurt: Archivschätze“, die morgen Abend, 14. November, um 18 Uhr im Kleinen Saal der HfMDK eröffnet wird, sind einige der zahlreichen Dokumente aus Hindemiths Nachlass zu sehen: Etwa ein Skizzenbuch, in dem Hindemith als Soldat an der Front 1918 einen Floh zerdrückte, oder ein Notenmanuskript, das während des II. Weltkriegs teilweise verbrannte. Außerdem werden Taschenkalender, Programmzettel, Hindemiths Werkverzeichnisse, Briefe, private Fotoalben, Zeichnungen und andere Dokumente gezeigt, darunter Kuriositäten wie die vom Komponisten selbst angelegte Sammlung von Verschreibungen seines Nachnamens. Darüber hinaus werden unterschiedliche Arbeitsbereiche des Instituts vorgestellt, etwa die Hindemith-Gesamtausgabe, die in ihrer historisch-kritischen Auslegung impulsgebend für weitere Gesamtausgaben von Komponisten des 20. Jahrhunderts geworden ist.

Den Festvortrag hält Frau Prof. Dr. Susanne Popp, Geschäftsführerin des Max-Reger-Instituts Karlsruhe. Musikalisch begleitet wird die Ausstellungseröffnung von Studierenden der HfMDK.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten beginnen bereits heute Abend, 13. November, um 19 Uhr mit einem Auftakt-Konzert von Studierenden der HfMDK im Karl-Amadeus-Hartmann-Saal von Schott Music Verlagsgebäude in der Mainzer Altstadt.

Es folgt am 16. November um 11 Uhr im Rahmen der Konzertreihe „Kammermusik im Kuhhirtenturm“ ein Konzert mit Megumi Kasakawa (Viola) und weitere Mitglieder des Ensemble Modern mit Werken von Quincy Porter, Haruyuki Suzuki und Paul Hindemith zu hören.

Ebenfalls am 16. November findet im Großen Saal der HfMDK um 19.30 Uhr das Geburtstags- Festkonzert mit Werken Hindemiths statt, gestaltet von Studierenden der Hochschule unter der Leitung von Gerhard Müller-Hornbach.

Alle teilnehmenden Musikerinnen und Musiker sind Studierende der HfMDK. Künstlerischer Leiter ist Prof. Gerhard Müller-Hornbach.

Weitere Informationen gibt es hier.

Autor: Orchestrasfan

Ulrike Schmid, im Hauptberuf PR-Specialistin schreibt hier unentgeltlich als Fan des hr-Sinfonieorchesters und anderer Orchester über klassische Musik und Konzerte aus Sicht eines Laien. Von 2014 bis 2017 hat sie als PR-Referentin für den Hessischen Rundfunk gearbeitet. Die hier formulierten Äußerungen sind rein privater Natur und nicht mit dem Orchester(-management) abgestimmt.

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