Der Konzert-Couch-Steckbrief #10

| Keine Kommentare

Das erste hr-Sinfoniekonzert in der Alten Oper des neuen Chefdirigenten Andrés Orozco-Estrada am 11. Dezember nehme ich zum Anlass, die Konzert-Couch wieder zu beleben.  Wie immer gibt es auch dieses Mal im Vorfeld den Konzert-Couch-Steckbrief.

Aroon Nagersheth | Facebook.com/mainfrankfurt

Aroon Nagersheth | Facebook.com/mainfrankfurt

Wer bist du?

Aroon Nagersheth (48) waschechter Frankfurter, Kommunikationswirt und Marketingfachmann und leidenschaftlicher Hobby-Administrator der Facebook Seite mainfrankfurt mit über 100.000 Fans in Frankfurt, dem Rhein-Main-Gebiet und in der ganzen Welt.

Wo wohnst du?

Ich wohne in Frankfurt. In Sachsenhausen, schon immer und noch nie woanders. Und war auch noch nie weg, naja, nie länger als 4 Wochen oder so …

Über welche Themen bloggst du?

Mein Thema ist Frankfurt und ich entdecke mit jedem Tag neue und interessante Aspekte der Stadt. www.facebook.de/mainfrankfurt gibt es jetzt seit über 5 Jahren und die Beiträge und Postings entstehen abends, nachts und in meiner Freizeit so ganz nebenher. Eine kuratierte Sicht aus der Stadt auf die Stadt deren Fan ich selbst auch bin.

Welche Musikrichtungen hörst du?

Ich höre viel kreuz und quer, das, was man geläufig als „Weltmusik“ bezeichnet. Kubanisch, arabisch, kapverdisch, indisch, französisch …. viel Jazz, bei dem Stimme und Rhythmus im Vordergrund stehen – meist verstehe ich kein Wort, von dem was gesungen wird, auf die Stimme und auf die Musik kommt es an, die verstehe ich!

Warst du schon mal in einem klassischen Konzert? / Wann warst du zum letzten Mal in einem klassischen Konzert?

Ja, immer mal. Aber aus Orchestrasfan-Sicht gehe ich „fremd“ Oper, Chor- und Kammerkonzerte inklusive. Im Sommer war ich bei dem sagenhaften Open-Air-Konzert der hr-Sinfonieorchesters – das war mein letztes klassisches Konzert – das habe ich SEHR genossen. Danach hat mich eine Kollegin zu einem Chorkonzert des Cäcilien-Vereins eingeladen, fand ich toll und zuletzt war ich in einer Rossini-Oper die ich ziemlich „schräg“ fand, ich sagte ja, ich gehe fremd!

Was ist dir davon positiv in Erinnerung geblieben?

Das Open-Air-Sommerkonzert bei dem sich Andrés Orozco-Estrada als neuer Chefdirigent dem Frankfurter Publikum vorstellte, war etwas ganz besonderes! Er hat Stücke ausgesucht, bei denen ich als Laie erst mal gemerkt habe, wie sehr ein Dirigent dem Orchester „eine Note“ gibt, wie sehr er mit dem Orchester interagiert hat. Sagenhaft. Die Carmen-Fantasie ist mir in besonderer Erinnerung geblieben, so wie die wunderbare Atmosphäre im Metzlerpark an diesem schönen Sommerabend.

Was ist dir davon negativ in Erinnerung geblieben?

Ha, ha, der Lärm des vorbeifahrenden Partyschiffes! Nein, ich gebe zu, ich genieße Konzerte sehr. Negativ in Erinnerung, bleiben mir meist nur, wenn Leute nicht still sitzen können, zappeln, nerven, flüstern und mehr … ich gebe zu, da bin ich empfindlich.

Was hält dich von Konzertbesuchen ab?

Ich fühle mich ertappt, eigentlich nichts.

Was müsste passieren, damit du häufiger in ein klassisches Konzert gehst?

Müsste nur den inneren Schweinehund immer mal überwinden und einfach hingehen.

Wie müssten Orchester im Social Web agieren, damit du in klassische Konzerte gehen würdest? / Würdest du überhaupt ihre Aktivitäten verfolgen?

Das Social Web ist für Freunde und Fans. Ein Orchester muss mit ihnen in einen sympathischen Austausch kommen. Über Facebook, Twitter und Co, kann ein Orchester Freunde und Fans gewinnen – auch mich. Wichtig ist, dass es Einblicke in „sein Leben“ (hinter die Kulissen und the-making-off) gewährt, Charakter, Persönlichkeit und Charme vermittelt. Ein Orchester besteht aus Menschen, die gilt es zu zeigen und in den Vordergrund zu stellen.

Ob die Konzertcouch dazu beigeträgt, dass Aroon in naher Zukunft wieder ein Konzert besuchen wird, erfahrt ihr in Kürze auf „Mainfrankfurt“.

 

Autor: Orchestrasfan

Ulrike Schmid, im Hauptberuf PR-Specialistin schreibt hier unentgeltlich als Fan des hr-Sinfonieorchesters und anderer Orchester über klassische Musik und Konzerte aus Sicht eines Laien. Von 2014 bis 2017 hat sie als PR-Referentin für den Hessischen Rundfunk gearbeitet. Die hier formulierten Äußerungen sind rein privater Natur und nicht mit dem Orchester(-management) abgestimmt.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.