Der Konzert-Couch-Steckbrief #07

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Das erste Konzert im neuen Jahr, zu dem ich auf die Konzert-Couch einlade, führt meine Begleitung und mich erneut zu einem Konzert des hr-Sinfonieorchesters in die Alte Oper Frankfurt. Geleitet wird das Konzert am 16. Januar von David Zinman, Solist des Abends ist der Cellist Truls Mork.

Doch bevor es auf die Couch geht, darf sich mein Gast im Konzert-Couch-Steckbrief vorstellen.

Alexander Mereien

Alexander Mereien

Wer bist du?

Mein Name ist Alexander Mereien, ich bin verheiratet und habe drei Kinder. Ich bin Kommunikationsberater und Projekt-Inszenator.

Wo wohnst du?

Ich wohne, lebe und arbeite die meiste Zeit in Frankfurt-Bockenheim.

Über welche Themen bloggst du?

Ich blogge berufsbedingt ausschließlich über Themen der (unternehmens- bzw. projekt-)internen Kommunikation. Allerdings erst seit Kurzem. Ich bin also ein „Newbie“ auf diesem Gebiet.

Welche Musikrichtungen hörst du?

Das ist schon die erste Fachfrage, die ich gar nicht richtig beantworten kann. Keine Ahnung, welche Richtung das ist. Wenn ich was höre, nehme ich das, was mir gefällt. Dazu gehört auch viel Klassik. Vor allem bei ruhigen Streicherkonzerten kann ich mich wunderbar auf komplizierte Arbeiten konzentrieren. Im Alltag höre ich ansonsten sehr wenig Musik. Am liebsten höre ich meiner Tochter zu, die kann nämlich wunderbar singen.

Warst du schon mal in einem klassischen Konzert? / Wann warst du zum letzten Mal in einem klassischen Konzert?

Das lässt sich an einer Hand abzählen und ist eine gefühlte Ewigkeit her.

Was ist dir davon positiv in Erinnerung geblieben?

Einmal war ich in einem großen Orchester-Konzert mit Chor. Das war die ganz große Besetzung, also bestimmt 80, 100 Leute im Chor plus Orchester. Das alleine ist schon mächtig beeindruckend. Aber ich kann nicht mehr genau sagen, was es war. Der Dirigent hat zwischen den Stücken moderiert und einige sehr interessante Geschichten erzählt.

Was ist dir davon negativ in Erinnerung geblieben?

Richtig negativ war eigentlich gar nichts. Wir waren in einer Gruppe dort und sind von einem Musikprofi begleitet worden. In der Mitte des Konzerts hat der Chor plötzlich die Position gewechselt. Alle Sänger sind scheinbar wahllos durcheinander gelaufen und haben anschließend in neuer Ordnung weiter gesungen. Hinterher sollten wir sagen, an welchen Positionen die einzelnen Chor-Stimmen vor und nach dem Wechsel waren. Keiner hatte die richtige Antwort und ich dachte: „Aha, klassische Konzerte sind nichts für Unwissende …“

Was hält dich von Konzertbesuchen ab?

Im Moment ist es hauptsächlich unser Kleinster. Der ist erst 4 und es ist immer ein Mörderaufwand, sowas zu organisieren. Und dann auch ein bisschen das Geld. Trotz öffentlicher Subventionierung sind die Karten ja nicht gerade billig. Dazu kommt noch der Babysitter. Da ist man für so einen Abend zu zweit schnell mal 120, 150 Euro los. Das finde ich schon sportlich, vor allem weil sich der eigentliche Musikgenuss zwischen den vielen anderen Menschen ohnehin in eher engen Grenzen bewegt …

Was müsste passieren, damit du häufiger in ein klassisches Konzert gehst?

Ich würde mir mehr Auftritte im öffentlichen Raum wünschen. Im Sommer in Parks und auf Plätzen mit Picknick und in entspannter Atmosphäre, ohne böses „Pscht“, wenn mal einer niesen muss. Da würde ich gerne hingehen.

Wenn du was am Konzertablauf ändern könntest, was wäre das?

Dazu kann ich wenig bis gar nichts sagen. Erstens kenne ich den üblichen Ablauf ja nicht und zweitens sollte sich die Dramaturgie eines Konzerts an der Musik bzw. an der Idee des Komponisten orientieren – die Inszenierung ist die Darstellung des Werks. Dafür gibt es Fachleute. Denen überlasse ich das gerne.

Wie müssten Orchester im Social Web agieren, damit du in klassische Konzerte gehen würdest? / Würdest du überhaupt ihre Aktivitäten verfolgen?

Hmm, das käme drauf an … Ich kann mir schon vorstellen, ein Konzert zu besuchen, weil das Orchester besonders cool auf Twitter oder Facebook unterwegs ist. Das würde mich sicherlich neugierig machen. Und dann würde ich das auch verfolgen. Ich sehe aber noch nicht, dass das im Moment gelingt. Das setzt nämlich voraus, dass speziell für die Sozialen Medien adäquate Inhalte produziert werden. Einfach nur die aktuellen Termine und Pressemeldungen zu posten, reicht da ganz sicher nicht.

Ob die Konzert-Couch dazu beiträgt, dass Alexander in naher Zukunft wieder ein Konzert besuchen wird, erfahrt ihr nach dem Konzertbesuch auf seinem Blog.

Autor: Orchestrasfan

Ulrike Schmid, im Hauptberuf PR-Specialistin schreibt hier unentgeltlich als Fan des hr-Sinfonieorchesters und anderer Orchester über klassische Musik und Konzerte aus Sicht eines Laien. Von 2014 bis 2017 hat sie als PR-Referentin für den Hessischen Rundfunk gearbeitet. Die hier formulierten Äußerungen sind rein privater Natur und nicht mit dem Orchester(-management) abgestimmt.

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