Die Leiden eines Orchesterfans

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Was ein echter Fußballfan ist, der kennt jeden einzelnen Spieler seines Teams mit Namen. Und ein Orchesterfan? Als ich Ende 2012 mit der Twitterei als Orchestrasfan angefangen habe, hatte ich den Ehrgeiz, Fußballfans nachzueifern und die Namen aller Musiker (inkl. Instrument) des hr-Sinfonieorchesters auswendig zu lernen. Ich bin nicht weit gekommen – nach 20 Namen habe ich aufgegeben. Es waren einfach zu viele und meine Zeit ist nur endlich.

Im Gegensatz zum Fußballfan habe ich es als Orchesterfan auch wesentlich schwerer, weil es „in meiner Mannschaft“ zirka 1oo Spielerinnen und Spieler gibt. Da deren Namen selten bis nie erwähnt werden, ist es, abgesehen von der Anzahl, damit noch herausfordernder, sich die Namen einzuprägen. Auch Orchester-Websites geben nur in seltenen Fällen Auskunft über ihre Musiker. Ausnahmen bilden etwa die Berliner Philharmoniker oder das WDR Sinfonieorchester. Auch in den Social-Media-Auftritten der Orchester werden die Musiker nicht vorgestellt. Schade eigentlich.

Dem Orchester ein Gesicht geben

Da es die Orchester nicht tun, mach ich es jetzt. In der Reihe „Vorgestellt“ sprechen Orchestermusikerinnen und -musiker über ihre Beziehung zu ihrem Instrument, Probespiel, Rituale, Konzerterlebnisse und „musikalischen Wünsche“. Ich beschränke mich dabei nicht nur auf ein Orchester. Zu Wort kommen Musikerinnen und Musiker aus den verschiedensten Orchestern, egal ob sie in einem Sinfonie-, Opern- oder Kammerorchester, in einem deutschen oder ausländischen Orchester spielen.

Den Anfang macht – Twitter sei Dank – Susanne Hehenberger, die Mitglied der Sinfonietta da Camera Salzburg ist.

Wer mir ebenfalls meine Fragen beantworten möchte, eine Mail genügt und ich schicke die Fragen zu. Ich würde mich freuen, wenn sich möglichst viele Musikerinnen und Musiker aus den verschiedensten Orchestern beteiligen würden!

 

Autor: Orchestrasfan

Ulrike Schmid, im Hauptberuf PR-Spezialistin schreibt hier unentgeltlich als Fan des hr-Sinfonieorchesters und anderer Orchester über klassische Musik und Konzerte aus Sicht eines Laien. Von 2014 bis 2017 hat sie als PR-Referentin für den Hessischen Rundfunk gearbeitet. Die hier formulierten Äußerungen sind rein privater Natur und nicht mit dem Orchester(-management) abgestimmt.

2 Kommentare

  1. Liebe Ulrike,
    das Problem ist, dass Orchestermusiker nicht wie Fußballer einen Namen auf dem Rücken tragen und damit gut sichtbar für Fernsehkameras über den Rasen laufen. So kann das nichts werden mit dem Lernen der Namen.
    Umso schöner finde ich Deine neue Interviewserie. Ich freue mich schon darauf.
    Liebe Grüße,
    Susanne

  2. Liebe Susanne,
    an die fehlende Rückennummer hatte ich noch gar nicht gedacht. Man könnte ja damit anfangen, die OrchestermusikerInnen vor Beginn namentlich aufzurufen. Konzert dauert dann halt etwas länger. ;-)
    Freut mich.
    Liebe Grüße in den Norden,
    Ulrike

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