Himmel und Hölle

| Keine Kommentare

Peter Eötvös | Foto: hr/Marco Borggreve

Das hr-Sinfonieorchester hat im Mai ein auf drei Jahre angelegtes Projekt mit dem ungarischen Komponisten und Dirigenten Peter Eötvös begonnen. Unter dem Motto „Eötvös hoch 3“ leitet er dabei pro Saison ein hr-Sinfoniekonzert in Frankfurt, in dem er jeweils auch eines seiner Werke in Erstaufführung vorstellt.

Den Anfang macht am Freitag (19. Mai) in der Alten Oper Frankfurt die Uraufführung der Neufassung von Eötvös’ Trompetenkonzert „Jet Stream“ mit Håkan Hardenberger.

In einem Interview erzählte der Komponist und Dirigent, dass er Farben vor Augen gehabt habe, wie man sie auf Fotos sehen könne, die aus dem Weltraum gemacht wurden, als er 2002 sein Werk „Jet Stream“ schrieb.

„Diese künstliche Farbenwelt aus der Jet-Stream-Sphäre wollte ich auf das Orchester übertragen.“

Der Solo-Trompeter werde „mit dieser kraftvollen Strömung konfrontiert“, mit einer „soghaften Naturgewalt“: der Solist als Spielball der rasenden Troposphärenwinde. Der schwedische Solist Håkan Hardenberger muss sich also in Eötvös’ 2002 entstandenem und nun neu gefassten Trompetenkonzert „Jet Stream“ mit den Kräften des Himmels auseinandersetzen. Bei den auf Dantes „Inferno“ basierenden Kompositionen von Giovanni Dario Manzini und Franz Liszt sind eher die Kräfte der Hölle am Werk.

Das Programm auf einen Blick

Béla Bartók: 3 Dorfszenen
Peter Eötvös: Jet Stream (Neufassung – Uraufführung)
Giovanni Dario Manzini: Until the sea above us closed again (Deutsche Erstaufführung)
Franz Liszt: Dante-Sinfonie

Ausführende

Håkan Hardenberger, Trompete
Slowakischer Philharmonischer Chor Bratislava
Peter Eötvös, Dirigent

Das Konzert in hr2-kultur

Freitag, 19. Mai 2017, 20.04 Uhr (live)

Dienstag, 30. Mai, 20.04 Uhr

Das Konzert im Internet

Video-Livestream am 19. Mai 2017 auf ARTE Concert und hr-sinfonieorchester.de

 

Autor: Orchestrasfan

Ulrike Schmid, im Hauptberuf PR-Beraterin schreibt hier unentgeltlich als Fan des hr-Sinfonieorchesters und anderer Orchester über klassische Musik und Konzerte aus Sicht eines Laien. Seit April 2014 arbeitet sie als PR-Referentin beim Hessischen Rundfunk. Die hier formulierten Äußerungen sind rein privater Natur und nicht mit dem Orchester(-management) abgestimmt.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.