Jenseits der Bühne – Education-Projekte

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Probenbesuch beim hr-Sinfonieorchester, Foto: Birgit Schmidt-Hurtienne

Probenbesuch beim hr-Sinfonieorchester, Foto: Birgit Schmidt-Hurtienne

Education-Projekte sind mittlerweile fester Bestandteil in der Orchesterarbeit. Kaum ein deutsches Orchester, das sich nicht um die Besucher „von morgen“ bemüht. In den Mittelpunkt werden meist Schulkinder und Jugendlich gerückt. Und auch das hr-Sinfonieorchester engagiert sich seit Jahren mit verschiedenen Projekten in diesem Bereich.

Schultour

Einmal im Jahr unternehmen Orchestermitglieder eine Schultour, die sie an verschiedene Schulen in ganz Hessen führt. Musikerinnen und Musiker nebst Dirigent und Moderator nehmen dabei die Schülerinnen und Schüler mit auf eine Reise durch die Welt der klassischen Musik.
Einen Bericht über die Schultour 2012, die im November stattfand, gibt es hier nachzuhören.

Probenbesuche

Der Einblick, der uns beim KultUp gewährt wurde, den dürfen auch interessierte Schulklassen weiterführender Schulen ebenfalls erleben: Probenbesuche nach Absprache, bei denen die Schülerinnen und Schüler live miterleben, wie ein Werk erarbeitet wird. Ein Probenbesuch zählt für mich ja immer noch mit zum Spannendsten, was man „hinter der Kulisse“ erleben kann.

Kita-Projekt

Eines der jüngeren Projekte ist das Kita-Projekt „Orchestermusiker spielen in Kinderzentren“, das Pilotcharakter in Deutschland hat. Fünf Orchestermitglieder besuchen regelmäßig und über den Zeitraum eines Jahres Der erste „Erfahrungsbericht“ liegt vor. Für den Treffpunkt hr-Sinfonieorchester hat Ursula Böhmer mit Violinist Peter Zelienka und Cellist Arnold Ilg gesprochen.

Kinder- und Jugendkonzerte

Klar, dass zur Jugendarbeit auch Konzerte für Kinder und Jugendliche gehören. Ob nun die Reihe „Junge Konzerte“, wie die Donnerstagskonzerte in der Alten Oper überschrieben sind, das Sonderprojekt Music Discovery Project, das im Februar wieder ansteht, oder spezielle Konzerte für Kinder, es wird so einiges geboten.

Ich finde, das hr-Sinfonieorchester unternimmt da eine ganze Menge, um junge Leute an klassische Musik heranzuführen. Und das alles jenseits der Bühne und neben ihrer eigentlichen Profession – dem Musizieren. Nach dem Motto „es ist nie zu spät“ fehlt eigentlich nur noch, dass auch Erwachsene (wieder) an klassische Musik herangeführt werden.

Autor: Orchestrasfan

Ulrike Schmid, im Hauptberuf PR-Specialistin schreibt hier unentgeltlich als Fan des hr-Sinfonieorchesters und anderer Orchester über klassische Musik und Konzerte aus Sicht eines Laien. Von 2014 bis 2017 hat sie als PR-Referentin für den Hessischen Rundfunk gearbeitet. Die hier formulierten Äußerungen sind rein privater Natur und nicht mit dem Orchester(-management) abgestimmt.

2 Kommentare

  1. Ja eigentlich seltsam, dass fast ausschliesslich bei Kindern und Jugendlichen angefangen wird – da dauert es doch noch Jahrzehnte, bis diese selbstständig in den Konzertsaal finden. Wir probieren gerade ein „Projekt“ für Erwachsene – die Offene Bühne Klassik. Hier wird Klassik kurzweilig in Wohnzimmeratmosphäre präsentiert und soll auch die Nicht-Klassik-Hörer anlocken und ihnen den Einstieg zur Klassik erleichtern :-)

  2. Liegt möglicherweise auch daran, dass es schwieriger ist, Erwachsene, die im Kinder- und Jugenalter nicht an klassiche Musik herangeführt wurden, später dafür zu begeistern. Hab von entsprechenden Studien/Untersuchungen gehört.
    In Frankfurt gibt es auch so eine Art „Offene Bühne Klassik“. Hier finden Kammerkonzerte in Privatwohnungen statt. Die Idee gefällt mir.

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