Kolumne der Kulissenmaus. Orchesternoten erzählen Geschichten

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Kulissenmaus-1Kürzlich habe ich einem Hornisten über die Schulter geschaut und ihn gefragt, was denn die Kreise mit Jahreszahlen und Buchstaben in seiner Stimme bedeuten. Er erzählte mir, dass es bei Orchestermusikern verschiedene Traditionen gibt, sich in den Noten zu verewigen. Manche tragen ganz am Schluss auf der letzten Seite der Noten das Aufführungsdatum, den Ort, den Dirigenten und ihren Namen ein.

StimmeAndere – wie in diesem Fall hier die Hornisten – „stempeln“ mit dem kleinsten Stimmzug ihres Horns (hier bei Nr. 9) abgebildet einen Kreis, in den sie das Aufführungsjahr und ihre Initialen eintragen.

Viele Orchesternoten erzählen auf diese Weise ihre ganz eigenen Geschichten und geben den Musikern preis, welche eigenen oder welche Kollegen aus anderen Orchestern aus dieser Stimme bereits gespielt haben. Besonders interessant ist das zum Beispiel bei Noten, die nicht käuflich zu erwerben sind, sondern nur beim jeweiligen Verlag ausgeliehen werden können, und die in der Orchesterwelt entsprechend herumkommen.

 

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