Kolumne der Kulissenmaus: „Spectacle müssen sein“

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„Spectacle müssen sein“ – dieser Ausspruch ist von Kaiserin Maria Theresia (1717 – 1780) überliefert, deren 300. Geburtstag sich morgen jährt. Ihr wisst schon die Herrscherin mit den 16 Kindern …

Maria Theresia liebte die Oper – insbesondere die italienische – und trat auch selbst als Sängerin auf.

Sie hat von Kindheit an gerne gesungen und stand vor einem erlesenen Publikum auf der Bühne. Ihr Vater Kaiser Karl VI. veranstaltete nämlich mehrmals im Jahr festliche Opernaufführungen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Maria Anna führten sie etwa 1732  gemeinsam mit Hofdamen in einem Saal der Hofburg eine italienische Komödie auf. Auf Wunsch ihrer Mutter Elisabeth Christine führten sie 1735 im Spiegelzimmer der Hofburg eine „Operetta“ auf:

„Kayserliche Hof- und Kammermusici“ begleiteten die Erzherzoginnen Maria Theresia und Maria Anna, „die auswendig gesungen und agiret haben“.

Als die geliebte Schwester 1744 ihren Schwager Karl von Lothringen heiratet gab es eine Festoper, die Johann Adolf Hasse komponierte. Angeblich wollte Maria Theresia darin selbst auftreten. Man konnte ihr allerdings nahelegen, dass sich dies für eine Herrscherin nicht geziemt …

Und so war sie als Regentin dann ausschließlich Musikrezipientin.

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