Der Konzert-Couch-Steckbrief #01

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Jeder, der auf der Konzert-Couch Platz nimmt, darf sich im Konzert-Couch-Steckbrief kurz vorstellen. Im besten Fall erfolgt die Vorstellung vor dem Konzertbesuch. Da mir die Idee erst kurz vor dem ersten Konzert kam, beginnt die Reihe gleich mit einer Ausnahme.

Robert Basic

Robert Basic

Wer bist du?
Robert Basic (46), BWLer, Blogger, ITler, Nerd, Technikbegeisterter, Papa, Frankfurter, … und darüber begeistert, dass uns zum jetzigen Zeitpunkt womöglich ein Champions League Finale zwischen Dortmund und Bayern droht.

Wo wohnst du?
Im schönen Frankfurt am Main.

Über welche Themen bloggst du?
Die Spannbreite ist recht groß. Ich blogge auf Facebook und auf klassischen Blogs über alles das, was mir vor meine Interessenskanonen kommt. Von Politik über Gesellschaft bis hin zu Technik, meinem Lieblingsthema.

Welche Musikrichtungen hörst du?
Klassik gehört nicht primär dazu, aber Pop, Rock, Jazz, HipHop, House und andere Richtungen. Erst in jüngster Zeit beginnen meinen Ohren, Geschmack an vermeintlich muffiger Musik namens Klassik zu finden, deren Stücke teilweise Jahrhunderte alt sind, also echte Oldies sozusagen.

Warst du schon mal in einem klassischen Konzert? Bzw. Wann warst du zum letzten Mal in einem klassischen Konzert?
Ich kann mich nur noch sehr vage daran erinnern, welches Klassikkonzert ich vor zig Jahren zuletzt besucht hatte. Aktuell war es das Konzert mit Dir zusammen (hr-Sinfonieorchester).

Was ist dir davon positiv in Erinnerung geblieben?
Beeindruckend war und ist die Teamleistung, mit dutzenden von Musikern überhaupt ein harmonisch klingendes Stück hinzubekommen. Würde man das von einer Fußballmannschaft auf dem Rasen einfordern, derart Fußball im Einklang als ein Ganzes zu spielen, wäre das Misslingen garantiert.

Was ist dir davon negativ in Erinnerung geblieben?
Wir durften eine Uraufführung genießen: KlangWerk 11 von Erhard Großkopf. Ich weiß nicht, was schlimmer war. Der Kampf gegen die einschläfernde Wirkung oder das ebenso gut nervtötende Stück.

Was hält dich von Konzertbesuchen ab?
Womöglich das angestaubte Image der Klassik? Die mir nicht bekannte Experimentierbereitschaft, Klassik zu modernisieren und mit den uns umgebenden Klängen der Neuzeit zu verbinden? Allgemein ist es wohl eher das Unwissen über die Klassikszene. Und wohl der Umstand, dass mich gefühlter Stillstand beweglicher Lebensbereiche – und zu beweglichen Lebensbereichen zählt die Musik dazu – eindeutig desinteressiert.

Was müsste passieren, damit du häufiger in ein klassisches Konzert gehst?
Wenn Klassik zu neuen Musikrichtungen führt, sagen wir Neoklassik? Ich kann es leider nicht genau bezeichnen.

Wenn du etwas am Konzertablauf ändern könntest,  was wäre das?
Wäre es so schlimm, wenn der Dirigent das Publikum vor der Aufführung eines Stückes informiert, was es wohl erleben wird, was die Musik ausdrückt, worauf es genauer achten soll? Mag sein, dass diese Maßnahme klassische Klassikzuhörer nervt, aber neues Publikum gewinnt man nicht, indem man daraus eine schweigende Rocket Science macht.

Wie müssten Orchester im Social Web agieren, damit du in klassische Konzerte gehst?
Wenn mich niemand im Netz aktiv dialogisierend abholt und auf moderne Art und Weise die Faszination von Klassik vermittelt, wird es schwer. Verständlich, spannend, erotisierend, emotional packend. Und zwar genau dort am Puls der Zeit, was Menschen beschäftigt. Nicht, was den Komponisten vor 300 Jahren beschäftigt hat.

Ob die Konzertcouch dazu beigetragen hat, dass Robert in naher Zukunft wieder ein Konzert besuchen wird, erfahrt ihr in Kürze auf seinem Blog basic.

Autor: Orchestrasfan

Ulrike Schmid, im Hauptberuf PR-Beraterin schreibt hier unentgeltlich als Fan des hr-Sinfonieorchesters und anderer Orchester über klassische Musik und Konzerte aus Sicht eines Laien. Seit April 2014 arbeitet sie als PR-Referentin beim Hessischen Rundfunk. Die hier formulierten Äußerungen sind rein privater Natur und nicht mit dem Orchester(-management) abgestimmt.

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