Pausenfüller – So ganz ohne Radio geht’s doch nicht …

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Pausenfüller: Christoph Werkhausen und Ulrike Schmid im Gespräch über die Museumsblder von Thomas Struth und Debussys Streichquartett Foto: Many Meisner/Städel Musuem

Pausenfüller: Christoph Werkhausen und Ulrike Schmid im Gespräch über die Museumsbilder von Thomas Struth und Debussys Streichquartett | Foto: Mandy Meisner/Städel Museum

Die Idee, eine neue Serie zu initiieren, hatten Christoph Werkhausen (Redakteur und Moderator fürs hr-Sinfonierochester bei hr2-kultur) und ich schon länger. Wir wussten nur noch nicht, wie wir den „Pausenfüller“, so der Titel des neuen Formats, mit Leben füllen sollten. Wie der Titel schon vermuten lässt, werde ich nicht regelmäßig auf Sendung sein, sondern eher sporadisch. Immer dann, wenn Christoph Werkhausen in seiner Sendung „Treffpunkt hr-Sinfonieorchester“ (samstags in hr2-kultur, 10.00 bis 12.00 Uhr) einen Pausenfüller benötigt. Das Format soll – im Gegensatz zu der im Sommer beendeten Interviewreihe „Orchestrasfan fragt Orchestrasvoice“ – ein Gespräch zu verschiedenen Themen sein, das mal ganz kurz oder sehr ausführlich sein wird. Nur, worüber wir uns unterhalten wollen – das wussten wir bis vergangene Woche noch nicht. Bis uns das Städel Museum auf eine Idee brachte.

Dialog der Meisterwerke

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Dialog der Meisterwerke“ wird es am kommenden Samstag (17. Oktober) ein Wandelkonzert geben, das Musikerinnen und Musiker des hr-Sinfonieorchesters gestalten. Der Dialog der Kunstwerke in der Ausstellung wird noch erweitert um einen Dialog mit der Musik. Klingt doch spannend! Doch wie kann man sich einen Dialog zwischen Musik und Kunst vorstellen? Eine Frage, der wir in unserem ersten „Pausenfüller“ nachgehen wollten.

Vorbereitungen zur 1. Ausgabe des neuen Formats Pausenfüller | Foto: Ulrike Schmid

Vorbereitungen zur 1. Ausgabe des neuen Formats Pausenfüller | Foto: Ulrike Schmid

Gesagt, getan. Das Städel Museum hat uns freundlicherweise im Vorfeld umfassend mit Unterlagen zur Ausstellung und den Musiken, die gespielt werden, versorgt. So konnten Christoph Werkhausen und ich uns gestern gut gewappnet ins Städel Museum begeben. Wir hatten uns bereits im Vorfeld – Vorbereitung ist alles – auf drei „Dialogpartner“ geeinigt und uns vor Ort über die Musik, die am Samstag vor diesen Gemälden erklingen wird, und in welcher Beziehung wir sie zu Kunst sehen, unterhalten.

Musik trifft Kunst

Wir haben uns für jede Epoche ein Werk/eine „Dialoggruppe“ ausgewählt.

Pausenfüller: Christoph Werkhausen und Ulrike Schmid im Gespräch über die Blendung Simsons von Rembrandt und Bachs Cellosuite | Foto: Mandy Meisner/Städel Museum

Pausenfüller: Christoph Werkhausen und Ulrike Schmid im Gespräch über die Blendung Simsons von Rembrandt und Bachs Cellosuite | Foto: Mandy Meisner/Städel Museum

In der Abteilung „Alte Meister“ fiel die Wahl auf „Die Blendung Simsons“ von Rembrandt Harmensz. van Rijn und „Judith enthauptet Holofernes“ von Artemisia Gentileschi. Hierzu wird von Johann Sebastian Bach die Suite Nr. 1 G-Dur für Violoncello solo erklingen.

Pausenfüller: Christoph Werkhausen und Ulrike Schmid im Gespräch über die Blendung Simsons von Rembrandt und Bachs Cellosuite | Foto: Mandy Meisner/Städel Museum

Pausenfüller: Christoph Werkhausen und Ulrike Schmid im Gespräch über Beckmans „Frankfurt-Bilder“ und Hindemiths Bläserquintett | Foto: Mandy Meisner/Städel Museum

In der „Kunst der Moderne“ haben wir uns den Gemälden „Der Eiserne Steg“ und „Eisgang“ von Max Beckmann sowie dem Bläserquintett (Kl. Kammermusik für fünf Bläser op. 24/2) von Paul Hindemith gewidmet.

In der Abteilung „Gegenwartskunst“ unterhielten wir uns über den Dialog, den die Museumsbilder von Thomas Struth mit dem Streichquartett g-Moll op. 10 von Claude Debussy eingehen.

Eines kann ich jetzt schon sagen. Es war ein spannendes Experiment, da wir nicht wussten, was am Ende dabei herauskommt. Ich habe auch über den Dialog der Meisterwerke in jeglicher Hinsicht viel erfahren.

Unser Gespräch wird am Samstag (17. Oktober) in hr2-kultur zwischen 10 und 12 Uhr ausgestrahlt. Wer nun Lust bekommen hat, selbst zu hören, wie Kunst und Musik in Dialog zueinander treten, der kann sich am Samstagabend im Städel Museum selbst ein Bild machen. Informationen und Karten fürs Wandelkonzert gibt es hier.

Autor: Orchestrasfan

Ulrike Schmid, im Hauptberuf PR-Beraterin schreibt hier unentgeltlich als Fan des hr-Sinfonieorchesters und anderer Orchester über klassische Musik und Konzerte aus Sicht eines Laien. Seit April 2014 arbeitet sie als PR-Referentin beim Hessischen Rundfunk. Die hier formulierten Äußerungen sind rein privater Natur und nicht mit dem Orchester(-management) abgestimmt.

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