Wie sind Sie zum Gewandhausorchester gekommen?

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Wie sind Sie zum Gewandhausorchester gekommen? – Diese und viele anderen Frage brennten den Jugendlichen am vergangenen Sonntagabend bzw. am späten Nachmittag unter den Nägeln. Gelegenheit sie los zu werden, hatte die Jugendlichen bei zwei Musikern des Gewandhausorchesters in der Alten Oper Frankfurt. Und ich mittendrin. :-) Unter #GHO100yrstouring gibt es Tweets sowie Instagram-Fotos und -Videos unter anderem von mir dazu.

Bitte Platz nehmen

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Hatte ich vor zwei Jahren noch das Vergnügen einen Musiker während der Tour einen Tag lang zu begleiten, stand dieses Mal die Teilnahme an einem Education-Programm an. Die sogenannte „Künstlerstunde“ ist ein Musikvermittlungsprogramm, welches das Gewandhausorchester gemeinsam mit Teach First und der Deutschen Post DHL Group veranstaltet, um jungen Menschen den Zugang zu klassischer Musik zu ermöglichen. In Frankfurt kamen elf Schülerinnen und Schüler der Frankfurter Weißhauptschule in den Genuss, die Orchestermusiker Tristan Thery (Geige) und Nicolas Defranoux (Cello) kennenzulernen und Einblick in ihre Arbeit zu erhalten.

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Tristan Thery (Geige) und Nicolas Defranoux (Cello) spielen für die Schülerinnen und Schüler der Weißhauptschule

Die beiden spielten zunächst zum „Aufwärmen“ oder soll ich sagen um das Eis zu brechen ein Werk. Danach konnten die Jugendlichen ihnen allerlei Fragen stellen: Wie sind Sie zum Gewandhausorchester gekommen?, Wie lange müssen Sie üben?, Wie lange spielen Sie Geige?, Wie alt ist Ihr Instrument? Keine Frage blieb unbeantwortet – na ja fast. Auf die Gehaltsfrage gab’s dann (verständlicherweise) eine ausweichende Antwort.  :-)

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Einmal Cello spielen …

Beeindruckt hat mich, dass die Musiker die Jugendlichen auch an ihre Instrumente liesen. Immerhin ist Tristans Geige aus dem Jahr 1840 und auch Nicholas Cello ist immerhin schon 100 Jahren alt. Dass die Jugendlichen bei den Fragerunden und beim (Selber-)Musizieren eifrig die Smartphones gezückt haben, müsste ich vermutlich gar nicht erwähnen. So etwas muss einfach für die Ewigkeit festgehalten werden.

Übrigens – Teach First ist eine gemeinnützige Bildungsinitiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, ein Programm zur Verbesserung der Chancengerechtigkeit im Bildungswesen aufzubauen.

Nach der Künstlerstunde ging’s für mich in die Anspielprobe und dann natürlich ins Konzert!

Eine schöner und abwechsungsreicher Abend. Danke Stev, danke Gewandhausorchester, dass ich dabeisein durfte. Wir sehen uns wieder.

 

Autor: Orchestrasfan

Ulrike Schmid, im Hauptberuf PR-Specialistin schreibt hier unentgeltlich als Fan des hr-Sinfonieorchesters und anderer Orchester über klassische Musik und Konzerte aus Sicht eines Laien. Von 2014 bis 2017 hat sie als PR-Referentin für den Hessischen Rundfunk gearbeitet. Die hier formulierten Äußerungen sind rein privater Natur und nicht mit dem Orchester(-management) abgestimmt.

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