Wiener Emotionen

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Wiener Philharmoniker im Musikverein ӏ Foto: Richard Schuster

Wiener Philharmoniker im Musikverein ӏ Foto: Richard Schuster

Gar Wienerisch war das Programm des Konzerts  der Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Franz Welser-Möst am 20. Februar in der Alten Oper geprägt.

Mit der Ouvertüre zur Operette „Dichter und Bauer“ von Franz von Suppé fand schon mal die richtige “Wiener“ Einstimmung statt, wie man sie eben aus den Neujahrskonzerten kennt: leicht und beschwingt. Es folgte die Sinfonie Nr. 6 C-Dur D 589 von Franz Schubert und danach noch Antonín Dvoráks Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70. Letztere war ganz großes Kino. Mitreißend, aufwühlend, dramatisch und temporeich. Mit zwei Zugaben endete das grandiose Konzert.

Ein paar Beobachtungen, die mir im Vergleich zu anderen Orchestern aufgefallen sind.

Sitzordnung
Ein Musiker  hat mir mal gesagt, dass die Wiener Philharmoniker sehr eng auf der Bühne zusammensitzen. Dadurch hätten sie logischerweise mehr Tuchfühlung zueinander und sind „dicht“ im doppelten Sinne des Wortes. Dicht was den Klang angeht und eben auch räumlich dicht. Dies fördere das Zusammenspiel, das Miteinander. Gleichzeitig würden die Musiker akustisch mehr voneinander mit kriegen. Also hab ich darauf mein besonderes Augenmerk gelegt. Ich bin mir nicht ganz sicher, eng beisammen saßen sie schon …

Stimmen
Das Stimmen der Instrumente kurz vor dem Konzert ging bei den Wiener Philharmoniker schnell über die Bühne. Kurz ein paar Töne angeschlagen und das war’s dann auch schon und das Konzert begann.

Frauen
Fehlanzeige. Ich hab ganze drei Damen an dem Abend gezählt.

Dirigent
Die Wiener Philharmoniker haben keinen festen Dirigenten, sondern ein Gastdirigentensystem. Dadurch können sie quasi mit jedem Spitzendirigenten auftreten.

Bisher kannte ich die Wiener Philharmoniker nur von den Fernsehübertragungen der Neujahrskonzerte und live als „Staatsopernorchester“. Ich muss gestehen, dass ich seit meinem ersten Live-Erlebnis eine völlig andere Meinung von ihnen habe und ich sie hier sicherlich noch mal thematisieren werde.

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an die Pressestelle der Alten Oper Frankfurt, die mir eine Pressekarte zur Verfügung gestellt hat. Ich fand es nicht selbstverständlich, dass mir als Bloggerin „Pressestatus“ gewährt wurde.

Autor: Orchestrasfan

Ulrike Schmid, im Hauptberuf PR-Spezialistin schreibt hier unentgeltlich als Fan des hr-Sinfonieorchesters und anderer Orchester über klassische Musik und Konzerte aus Sicht einer Laiin. Von 2014 bis 2017 hat sie als PR-Referentin für den Hessischen Rundfunk gearbeitet. Die hier formulierten Äußerungen sind rein privater Natur und nicht mit dem Orchester(-management) abgestimmt.

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