13 Schlagzeuger bei der Nacht der Mayas

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Dirigent des Abends: Gómez Manuel López Foto: HR/Juan Diego Castillo

Dirigent des Abends: Manuel Gómez-López | Foto: HR/Juan Diego Castillo

Diese Woche steht wieder das hr-Sinfonieorchester ganz oben auf meiner „Konzertliste“. Und zwar mit einem mexikanisch-spanischen Programm im hr-Sendesaal am Donnerstag (8. März) und Freitag (9. März) sowie am Samstag (10. März) im Stadttheater Gießen. Der venezolanischen Dirigenten Manuel López-Gómez steht am Pult, die chinesische Geigerin Tianwa Yang ist die Solistin.

Rhythmisch markant, sinnlich, temperamentvoll

Silvestre Revueltas ist der bedeutendste Komponist Mexikos und sein international bekannteste Werke ist das Orchesterstück „Sensemayá“, das mit archaischen Klänge und mitreißenden Rhythmen aufwartet.

Drammatisch und brilliant

„La noche de los Mayas“ entstand im Jahr 1939 für den gleichnamigen Film des Regisseurs Chano Urueta nach einem Drehbuch von Salvador Novo. Auf nostalgische Art wird in dem Film das traditionelle Leben eines Maya-Stamms und der Kulturschock, der eintritt, als einige Forscher den Stamm entdecken, geschildert. Die Filmmusik von Revueltas ist dramatisch und brilliant. Der mexikanische Dirigent José Limantour war von Reueltas Musik so angetan, dass er im Jahr 1960 aus den 36 Originalsequenzen der Filmmusik eine Konzertsuite mit vier Sätzen arrangierte.

Ein Fest für mich: Denn 13 Schlagzeuger werden am Werk sein und mit sehr exotischen Instrumenten wie etwa Huehuetl, Sonajas, Tumkul oder einem Muschelhorn archaische Klänge zaubern.

Zu guter Letzt ein Violinkonzert

Die erste Konzerthälfte endet mit der „Symphonie espagnole op. 21“ von Édouard Lalo. Der Titel des Werks lässt schon ahnen, dass es sich nicht um ein traditionelles Violinkonzert handelt. Die Gliederung ist die einer romantischen Sinfonie, der Lalo einen Satz hinzugefügt hat. Das Werk hat damit anstelle der üblicherweise vier Sätze einer Sinfonie (und meist drei eines Konzerts) insgesamt fünf Sätze.

Das spanische Element der Symphonie espagnole zeigt sich in der Verwendung typischer Rhythmen spanischer Tänze. Lalo, selbst ein hervorragender Geiger, komponierte das Werk im Jahr 1873 und widmete es seinem Freund, dem spanischen Geigenvirtuosen Pablo de Sarasate. Dieser führte das Konzert im Februar 1875 in Paris erstmals auf und begeisterte Publikum und Presse gleichermaßen. Sarasate nahm die Symphonie espagnole als ein Standardwerk in sein Konzertrepertoire auf und spielte es in den großen Konzertsälen der ganzen Welt.

Wer noch mehr erfahren möchte: In der Sendung „Treffpunkt hr-Sinfonieorchester“ hat Christoph Werkhausen das Konzertprogramm vorgestellt. Den Beitrag gibt es hier zum Nachhören.

Das Programm auf einen Blick

Silvestre Revueltas: Sensemayá

Édouard Lalo: Symphonie espagnole

Silvestre Revueltas: La noche de los mayas

Das Konzert in hr2-kultur

Freitag, 9. März 2018, 20.04 Uhr (live)

Dienstag, 20. März 2018, 20.04 Uhr

Autor: Orchestrasfan

Ulrike Schmid, im Hauptberuf PR-Spezialistin schreibt hier unentgeltlich als Fan des hr-Sinfonieorchesters und anderer Orchester über klassische Musik und Konzerte aus Sicht einer Laiin. Von 2014 bis 2017 hat sie als PR-Referentin für den Hessischen Rundfunk gearbeitet. Die hier formulierten Äußerungen sind rein privater Natur und nicht mit dem Orchester(-management) abgestimmt.

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