Kolumne der Kulissenmaus: Von Leipzig aus die Welt erobern

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Wer hätte das gedacht: Anno 1929 wurde in Leipzig zum ersten Mal ein Werk von Dmitri Schostakowitsch, die 1. Sinfonie c-Moll, aufgeführt. Und es sollte nicht das letzte sein. Ganz im Gegenteil: Von Leipzig aus beginnt der Siegeszug der sinfonischen Werke  Schostakowitschs durch die Konzerthäuser dieser Welt.

1946 fand die deutsche Erstaufführung der 8. Sinfonie, 1954 die der 10. Sinfonie und 1974 die 13. Sinfonie statt. 1968 interpretierte das Gewandhausorchester die Uraufführung der Kammersinfonie c-Moll op. 110 a.

Zehn Jahre später begann der legendäre und international Aufsehen erregende Schostakowitsch-Zyklus des Gewandhausorchesters: In den beiden Spielzeiten der Jahre 1976/77 und 1977/78 spielte das Orchester alle fünfzehn (!) Sinfonien und weitere Werke des russischen Komponisten.

Der 18. Gewandhauskapellmeister Kurt Masur kombinierte anlässlich des 150. Todestages von Ludwig van Beethoven dessen neun Sinfonien mit jenen fünfzehn von Schostakowitsch.

Diese weltweit erste zyklische Aufführung mit dem Gewandhausorchester gilt als der eigentliche Durchbruch für die internationale Rezeption von Schostakowitschs sinfonischem Werk.

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