Menschen aus meiner Timeline: @Orchestrasvoice

| Keine Kommentare

Christoph Werkhausen

Christoph Werkhausen

Mit Orchestrasvoice aka Christoph Werkhausen verbindet mich eine ganz besondere Freundschaft. Denn sein Twittername war es, der mich auf die Idee brachte, mich Orchestrasfan zu nennen. Als er dann auch noch zustimmte, mir einmal im Monat, in der von ihm moderierten Sendung Treffpunkt hr-Sinfonieorchester, meine Fragen zum Orchester zu beantworten, gab es kein Zurück mehr: Orchestrasfan war geboren. Er ist meine direkter Draht zum Orchester und klinkt sich auch in Gespräche ein.

Christoph, du nennst dich bei Twitter @Orchestrasvoice. Wieso und weshalb dieser Name?

Es gibt ja sehr kryptische oder verschwurbelte oder auch fantasievolle Twitter-Namen. Ich habe einen gewählt, den man sich einigermaßen merken kann und der in etwa das beschreibt, was ich beruflich mache.

Welche Beziehung hast du generell zur klassischen Musik? Ist sie eher beruflicher oder privater Natur?

Beides. Schon (fast) immer.

Was bedeutet dir klassische Musik?

Sie ist „meine“ Musik. Lebensfreude, Lebensausdruck, Lebensinhalt (zu einem großen Teil).

Wo alles begann: Tweetup beim hr-Sinfonierorchester | Foto: Laura Rodriguez/hr

Wo alles begann: Tweetup beim hr-Sinfonierorchester | Foto: Laura Rodriguez/hr

Welche anderen Musikrichtungen hörst du sonst noch?

Wirklich intensiv höre ich nur klassische Musik, aber auch meine Ohren brauchen mal ‚was Anderes, z. B. Joe Cocker, B. B. King, auch gerne Tony Bennett oder Frank Sinatra.

Wie und wann hörst du klassische Musik?

Natürlich viel und oft beruflich, aber durchaus auch privat. Dann aber wird auf puren Genuss umgeschaltet …

Gibt es etwas, das dich total nervt am klassischen Musikbetrieb?

Einerseits die Vermarktung auf Teufel komm raus – andererseits (und ganz besonders) das elitäre Elfenbeinturmgehabe, das es leider immer noch gibt. Man braucht für klassische Musik keine besondere Vorbildung, man kann, darf und soll sie voraussetzungslos genießen (können).

Gibt es Werke oder Stilrichtungen, die du dir absolut nicht anhörst? Wenn ja, welche und warum?

Innerhalb der klassischen Musik? Das wechselt im Laufe der Jahre. Früher war ich begeisterter Wagnerianer, heute gehe ich damit eher sparsam um. Zeitgenössische Musik war für mich als Musiker immer spannend, als Hörer kann ich ihr nicht immer etwas abgewinnen. Aber die klassische Musik bietet einen so unglaublich großen Reichtum, dass sich immer ‚was finden lässt.

Wie bist du zur klassischen Musik gekommen?

Ich bin zwar im Elternhaus überwiegend mit Schlagern u. ä. konfrontiert worden, aber (vor allem durch meinen Vater) auch schon mit klassischer Musik. Sonntags z. B. nach dem Mittagessen wurde beim Spülen das „Mittagskonzert“ gehört. Das war sofort meine Welt. Wir hatten damals noch 78er Platten mit klassischer Musik, die von Egon Högen (Sprecher beim WDR, bekannt u.a. durch den „7. Sinn“) präsentiert wurde. Die habe ich mir immer und immer wieder angehört.

Als ich im 5. Schuljahr war, ging eine alte Dame (Fräulein Sayn, auf das „Fräulein“ legte sie großen Wert) mit einer riesigen Handtasche durch die Klassen und fragte, wer Flötenunterricht haben wolle. Die Flöten befanden sich praktischerweise in dieser Handtasche und wurden gleich verteilt. Auch ich bekam eine. Auf die Sopran- folgte die Alt-Blockflöte. Bei „Fräulein“ Sayn lernte ich schließlich auch Geige und Klavier.

Dann bekam unser Kirchspiel einen neuen Pfarrer, der den Posaunenchor wiederbeleben wollte. Auch dazu konnte man sich bei Interesse melden, was ich tat – er drückte mir eine Trompete in die Hand.

So übte ich eine zeitlang 3 Instrumente: Geige, Trompete und Klavier. Schließlich kam es aber zu einer Entscheidung zugunsten der Trompete. In der Jugendmusikschule bekam ich Unterricht bei Alfons Zocha, für mich der ideale Lehrer. Dazu kamen dort Klavierunterricht, Gehörbildung und Musiktheorie.

Im Studium (Hauptfach Trompete) belegte ich als Nebenfach Gesang, das ich später zum Hauptfach machte.

Kannst du dich noch an deinen ersten Konzertbesuch erinnern? Wie war er?

Der war spannend, denn ich saß nicht im Publikum, sondern auf der Bühne und spielte im Orchester 2. Trompete. Alfons Zocha hatte mich, als ich 16 war, zum ersten Mal mit ins Orchester genommen. Es folgten noch viele Konzerte, in denen ich mitwirkte, bevor ich dazu kam, mich auch mal als Publikum in ein Konzert zu setzen …

Vielen Dank Christoph für deine Anworten!

 

Autor: Orchestrasfan

Ulrike Schmid, im Hauptberuf PR-Spezialistin schreibt hier unentgeltlich als Fan des hr-Sinfonieorchesters und anderer Orchester über klassische Musik und Konzerte aus Sicht einer Laiin. Von 2014 bis 2017 hat sie als PR-Referentin für den Hessischen Rundfunk gearbeitet. Die hier formulierten Äußerungen sind rein privater Natur und nicht mit dem Orchester(-management) abgestimmt.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.